Von HELLO FLOWERS

Sind Kunstblumen nachhaltig? Die unbequeme Rechnung

Gruene Alium Stiele aus Kunstmaterial

Wir verkaufen Kunstblumen. Du weißt also, wo wir stehen, und solltest diesen Text entsprechend lesen. Trotzdem ist die Rechnung interessanter, als beide Seiten normalerweise zugeben.

Gegen Kunstblumen

Sie bestehen aus Kunststoff, werden überwiegend in Asien produziert und nach Europa transportiert. Am Ende sind sie nicht kompostierbar und praktisch nicht recycelbar, weil Seide, Latex, Draht und Kleber fest verbunden sind.

Gegen Schnittblumen

Ein großer Teil wird importiert, oft per Luftfracht, oder in beheizten Gewächshäusern produziert. Dazu durchgehende Kühlung, Wasserverbrauch und Pflanzenschutzmittel. Nach sieben Tagen landen sie im Müll.

Wo der Punkt liegt

Die entscheidende Größe ist nicht das Material, sondern die Nutzungsdauer. Ein Kunstblumenstrauß, der zehn Jahre steht, ersetzt in dieser Zeit rechnerisch mehrere hundert frische Sträuße. Derselbe Strauß, der nach einem Jahr im Müll landet, ist die schlechtere Wahl.

Der Umweltvorteil ist keine Eigenschaft des Produkts, sondern eine Folge deines Verhaltens.

Wer Kunstblumen saisonal austauscht wie Deko-Trends, macht es schlechter, nicht besser. Wie lange unsere halten, steht unter Haltbarkeit.

Clematiszweig aus Seide vor hellem Hintergrund
Zehn Jahre Nutzung schlagen jede Materialdiskussion. Ein Jahr Nutzung schlägt gar nichts.

Was wirklich am besten ist

Blumen aus dem eigenen Garten oder von einem regionalen Feld in der Saison. Das schlägt beides und wir sagen das ohne Zähneknirschen. Für die anderen elf Monate und alle ohne Garten wird die Rechnung eine andere. Den vollständigen Vergleich mit Kosten und Aufwand findest du hier.